Die Friedensuhr, ein Symbol für die Weltgemeinschaft im Ringen für eine ganz und gar menschliche Welt!

 „Jede Zeitmessung setzt voraus, dass man sich in einer Kultur auf einen Geschehensablauf als gemeinsamen Bezugsrahmen einigt.“  Thomas De Padova

Das fiktive Zwiegepräch in Wort und Schrift

Link zum Originalgespräch mir Sahra Wagenknecht

Wie funktioniert die Friedensuhr?
  1. Der Tag ist in 50 Takte geteilt, welche außen auf dem Ziffernblatt dargestellt sind.
  2. Der äußere Zeiger rotiert einmal am Tag um das Ziffernblatt.
    Takt 00 ist Mitternacht und Takt 25 entspricht mittags 12 Uhr /Standartzeit (UTC).
  3. Ein Takt sind 15 Impulse. Die Impulse werden durch die 15 farbigen Dreiecke angezeigt.
Takte und Impulse

3903hier zeigt die Uhr Takt 39-3 (ca. 18.50 Uhr)

 

TAKT 17-15- 13cm

und hier zeigt die Uhr Takt 18

Man sieht auf dem Ziffernblatt Takt 17-15. Das ist aber Takt 18, denn die 15 angezeigten Impulse sind auch ein Takt.

Merke: Wenn alle 15 Impulse leuchten, ist das auch  immer ein voller Takt, also der außen angezeigte Takt plus 1.

 

TAKT 18.01

← hier zeigt die Uhr den nächsten Takt 18-1

 

Die Funktionsweise kann man sich nochmal ansehen, wenn man den Schiebeschalter unter der Friedensuhr bewegt.

Können diese vier Punkte zur Entschleunigung der gefühlten Zeit beitragen?
  1. Im Gegensatz zur 12-Stundenanzeige, wo der Stundenanzeiger 2mal pro Tag rotiert, rotiert der Zeiger der Friedensuhr nur einmal.
  2. Ein Impuls ist 1min 55,2s lang. Daher laufen auch die Impulse langsamer ab, wenn man sie mit den Minuten vergleicht. Es gibt 750 Impulse/Tag, welche die Funktion der 1440 Minuten/Tag ersetzen.
  3. Auf einen dahinrasenden Sekundenzeiger wird verzichtet, denn die 86400 Sekunden/Tag sind für die Tagesplanung überflüssig.
  4. Ein Takt auf der Friedensuhr ist knapp eine halbe Stunde lang (28min 48s), daher ist der Tag — vom Gefühl her — in 50 halbe Stunden geteilt. Jeweils eine halbe Stunde zusätzlich, pro Vor- und Nachmittag.
Uhren bestimmen unser Leben mehr als vielen eigentlich bewusst ist, schon der Soziologe Lewis Mumford stellte fest:
„Die Uhr ist nicht einfach ein Mittel um zu wissen, was die Stunde geschlagen hat, sondern sie dient dazu, die Tätigkeiten der Menschen zu synchronisieren. Die Uhr, nicht die Dampfmaschine, ist die wichtigste Maschine des Industriezeitalters.“
Was sagt ein Zeitforscher über unsere Zukunft?

Wenn man diesem Gespräch lauscht, bekommt man wunderbar erklärt, in was für einem perversen Zustand sich unser derzeitiges Wirtschaftssystem befindet und das es für die Menschen auch kein Glücksversprechen mehr gibt.

„Tolle Aussicht“ denn unsere Zukunft erscheint dort ziemlich hoffnungslos.
Bei ca. Minute 24 spricht Prof. Rosa erst von der Gefahr eines kollektiven Burnouts, weil unsere Welt von „Spielertypen“ dominiert wird, dann:

„Die andere Gefahr besteht darin, dass die wirklichen Innovationen eigentlich, dass wirklich kreative und damit auch die Fähigkeit uns vielleicht nochmal neu zu erfinden, auch als Kultur, von den Eigensinnigen und Hartnäckigen gemacht werden und nicht von den Spielern. Das gilt, glaube ich, für alle Sparten in der Wissenschaft, in der Kunst, sogar in der Politik. Nicht die, die sich immer nach den herrschenden Meinungen und Zeitströmen richten…“

Dann geht es sehr spannend weiter bis zu dem Punkt der mich auflachen ließ, den R.D. Precht stellte plötzlich eine lustig-interessante Frage (bei 30min):

„ … Also das was Paul Virilio, einen rasenden Stillstand nennt.
Und dieser rasende Stillstand, das ist jetzt ihre Analyse, fördert aber nicht weiterhin das Glück, sondern produziert sogar über Burnout, Stress, Abgehängte …Unglück.

Jetzt wäre die normale Reaktion zu sagen, jetzt müssten Sie eigentlich ein „Entschleunigungs-Papst“ werden, der der Gesellschaft erzählt, wie man aus diesem Hamsterrad rauskommt. Aber die Rolle mögen Sie nicht…“

Prof. Rosa kritisiert darauf die Beschleunigung in der Gesellschaft, lehnt die „Papst-Rolle“ aber dankend ab.
Allerdings habe ich an dieser Stelle gedacht, verdammt, genau das versuchen wir zu machen. Der Gesellschaft zu zeigen, wie man aus dem Hamsterrad herauskommt. Wir brauchen seine Hilfe.

Um ein neues gerechteres Gesellschaftssystem aufzubauen, wollen wir ja eine neue soziale Zeit einführen, mit einer Uhr, die speziell für das Leben in der Gemeinschaft und für die Gesellschaft konzipiert wurde. Die Friedensuhr braucht dringend Unterstützung. Am besten durch eine Machbarkeitsstudie an einer Universität. Doch es hat schon einmal so eine grundlegende Veränderung der Zeiteinteilung stattgefunden, nämlich zu Beginn der Neuzeit:

Der Einfluss der Uhr auf das Denken im Frühkapitalismus

Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Taschenuhren mit Spindelhemmung hergestellt. Viele bedeutende Uhrmacher in England, Frankreich und Deutschland produzierten Stücke allerhöchster Qualität und wetteiferten in ihrer steten Verbesserung.

Reiche Leute trugen goldene Taschenuhren und sie waren fasziniert von immer genauerer und exakt angezeigter Zeit. Das Leben in der Großstadt London wurde, innerhalb weniger Jahre, völlig neu getaktet.  

„Der blühende, aber auch konkurrierende Handel europäischer Mächte mit den Kolonien in Übersee stellte höchste Anforderungen an die Seeschifffahrt. Für eine sichere Navigation war eine präzise Zeitmessung essentiell wichtig. Die Suche nach einer Lösung für das Längenproblem, also die Bestimmung der geographischen Länge auf dem offenen Meer, dauerte trotz ausgelobter Preisgelder in enormer Höhe über 150 Jahre an. Das Problem wurde schließlich 1759 von John Harrison mit dem Bau seiner Marinechronometer gelöst.“ (Quelle Wiki)

Wenn man sich das Leben an Bord eines Schiffes von damals vorstellt, dann waren die Seeleute dort strengen Zeitvorgaben unterworfen. Wachwechsel und Schlafzeiten waren auf die Minute genau festgelegt. Das Chronometer war eine Art heilige Reliquie.
Nicht ohne Grund gibt es auch heute noch Uhrenvergleiche beim Militär, um z.B.: zeitgleich zuschlagen zu können.

Historische Auswüchse gab es hinsichtlich einer minutiösen Disziplinierung auch an Schulen:
„Das sogenannte Monitorialsystem der britischen Pädagogen Lancaster und Bell im 19. Jahrhundert hat die maschinell organisierte Zeitgliederung auf die Spitze getrieben:

8.45 Eintritt des Monitors, 8.51 Ruf des Monitors, 8.56 Eintritt der Schüler und Gebet, 9.00 Einrücken in die Bänke, 9.04 erste Schiefertafel, 9.08 Ende des Diktats, 9.12 zweite Schiefertafel usw. …

… Auch wenn einige allzu grotesk oder brutal erscheinende Disziplinarmethoden im Laufe der letzten 200 Jahre aus dem Schulwesen verschwunden sind, blieben die Grundpfeiler des Systems doch bis heute dieselben.“ (F. Schneider, Das Ende der MEGA Maschine, S.124 f.)

Die Uhr nach der wir leben ist eine militante Uhrzeit. Ihres Ursprungs nach, aber auch hinsichtlich ihrer Anwendung.

„Die Große Maschine (gemeint ist das System, welches zum Kapitalismus geführt hat), die in der frühen Neuzeit entstanden war, brauchte für ihr rasantes Wachstum immer mehr Menschen, die sich in ihre Strukturen einfügen ließen. Sie brauchte, genauer gesagt, Körper: Körper die funktionierten, ob in der Armee, im Bergbau oder in der Manufaktur, Körper, die nicht ihren eigenen Impulsen und Rhythmen, sondern dem äußerem Takt der Maschine folgten.“ (F. Schneider, Das Ende der MEGA Maschine, S.121)

Die heutige Zeiteinteilung hat maßgeblich zur Entwicklung der Weltgeschichte beigetragen. Oft nur hinter den Kulissen und unbemerkt von den meisten Menschen. Das System in dem wir jetzt leben ist immer noch sehr eng mit der Uhrzeit verwoben. Darum wird hier der Status Quo der allgemein gültigen Zeit in Frage gestellt.

Was passiert mit der Standartzeit (UTC)?

Die Standartzeit bleibt bestehen. Sie wird weiterhin gebraucht um wissenschaftlich zu Arbeiten oder im Sport die gewohnten Zeiten miteinander zu vergleichen.

Die Rhythmen

Der Tag hat 5 Rhythmen: denn 10 Takte sind ein Rhythmus.

RHYTHMEN

Es gibt zwei gut sichtbare Rhythmen.
Den Sternrhythmus über die Takte
10 – 20 – 30 – 40 – 00
und den Pentagonrhythmus über die Takte 5 – 15 – 25 – 35 – 45.

 

 

 

Das Potential der Rhythmen

Die Rhythmen sind für die gerechte Verteilung der Arbeit da. Das neuartige Ziffernblatt ermöglicht dafür die Einführung eines  Fünf – Schichtsystems, welches äußerst flexibel ist und darum alle derzeitigen Arbeitszeitmodelle modernisiert.

Ein grundsätzliches Ziel ist es, jedem Menschen das Recht zu gewähren, ein Fünftel des Tages arbeiten zu können.

Die Zeit von Takt 15-45 ist Hauptarbeitszeit in einem Dreischichtsystem.
Die erste Schicht von Takt 15-25, die zweite von 25-35 und die dritte läuft von 35-45. Diese drei Scichten decken mehr als die Hälfte des Tages ab. In etwa 7-22Uhr herkömmlicher Zeit. Die zwei Schichten der Nacht sind hier rötlich gekennzeichnet.

<

  • Wer einen Rhythmus am Tag arbeitet, müsste an 6 Tagen pro Woche arbeiten, bei einem freien Tag. Das entspricht einer Wochenarbeitszeit von 28h 48min.
  • Wer  1 ½ Rhythmen am Tag arbeitet, hat 4 Tage zu tun aber 3 Tage frei.
  • Wer zwei Rhythmen am Tag arbeitet, müsste 3 Tage pro Woche arbeiten, hätte aber 4 Tage frei.

So kann jeder Mensch individuell seinen passenden Rhythmus für die Arbeit finden. Und die Arbeitszeit besser an seine Lebensgewohnheiten und Umstände anpassen, denn ein Rhythmus  kann auch von Takt 20-30 laufen (ca. 9.30 – 14.30 Uhr), oder von 29-39. Hauptsache es sind 10 Takte.

Hat die Uhr hat das Bewusstsein der Gesellschaft verändert?

Mit dieser Frage haben sich schon sehr viele Autoren und Wissenschaftler beschäftigt. Aktuell zum Beispiel Thomas De Padova, 2013. Aus seinem Buch: Leibnitz, Newton und die Erfindung der Zeit. (S. 305f., S.236) sind hier passende Zitate angeführt:

„Der feste soziale Zeitmaßstab wirkt in vieler Hinsicht auf unser Denken zurück. Beim Blick auf die allgegenwärtigen Uhren und Kalender, deren Einheiten fließend ineinander übergehen, erleben wir Zeit als feste Größe…

… Im Hinblick auf unsere Zeitkultur setzte das 17. Jahrhundert völlig neue Maßstäbe. Der Schriftsteller Elias Canetti nannte es die „früheste Periode der Geschichte, die uns, wie wir heute sind, wirklich schon enthält.“ Der Kutschenverkehr und die künstliche Beleuchtung zogen in die Großstädte ein, der Kaffeehausbesucher und Zeitungsleser tauchte als neuer Typus auf…

… Damals variierte die Uhrzeit noch von Stadt zu Stadt. Heute zeigen Uhren in ganz Europa ein und dieselbe Zeit an. Diese Standartzeit allgemein verfügbar zu machen ist zur alleinigen Sache von damit beauftragten Forschungsinstitutionen geworden. Sie schicken ihre Zeitsignale als codierte Zahlenfolgen per Funksignal an den Wecker auf unserem Nachttisch. Das bestärkt uns in der Ansicht, Zeit wäre ein unablässig fließender Strom, irgendetwas Wirkliches, dem man gewisse Eigenschaften zuschreiben kann. Gelegentliche Schalttage oder unregelmäßig eingefügte Schaltsekunden reichen als Irritation nicht mehr aus, dass wir uns einmal ernsthaft mit Zeitmessung beschäftigen und uns fragen würden, was dabei wozu in Beziehung gesetzt wird. Wir haben das Gefühl das „die Zeit“ rennt, während tatsächlich nur die Zeiger unserer selbstgebauten Instrumente rennen. Und wir selbst…

… Ein grundsätzliches Verständnis von Zeit könnte daher auch für unser Lebensgefühl von Bedeutung sein.“   → etwas ausführlicher

Oder der Spiegel 01/15:

„Am Ende des Mittelalters nahmen die Menschen die Zeit völlig anders wahr als noch 500 oder 1000 Jahre zuvor. Die Zeit war nicht mehr göttlich, sondern weltlich, und der Einzelne war für seinen Umgang damit verantwortlich. Der einflussreiche italienische Architekt und Humanist Leon Battista Alberti (1404 bis 1472) zählte die Zeit jetzt zu den drei grundlegenden Besitztümern des Menschen – neben der Seele und dem Körper.

Die Uhr hat das Bewusstsein der Gesellschaft verändert

Bis in die Gegenwart sollte dieser Bewusstseinswandel enormen Einfluss haben. Lewis Mumford (1895-1990), ein bedeutender US-amerikanischen Gelehrter des 20. Jahrhunderts, nannte in seiner Kulturgeschichte der Technik nicht etwa die Dampfmaschine die Schlüsselmaschine des Industriezeitalters – sondern die Uhr.“

Der religiöse Aspekt der neunen Zeiteinteilung

Manch einen mag der nun folgende religiöse und philosophische Aspekt skeptisch machen. Fühlt Euch nicht abgeschreckt, denn diese Ansätze sind wichtig. Schließlich sollen sich letztendlich alle Menschen auf die neue Zeit einigen. Eben darum hat die Uhr auch eine religiöse Symbolkraft.

Die Friedensuhr trägt ihren Namen zurecht, denn diese Zeiteinteilung kreist um das Symbol der Vereinigung aller Glauben im Namen des Friedens und der geistigen Entfaltung, die sich auf Toleranz stützt. Das Symbol wurde als Zeichen für das zeitlose Entlangschreiten auf den Weg der Gerechtigkeit erschaffen. Die blühende Lotusblume bedeutet die Entfaltung des Geistes, die von den Symbolen der wichtigsten Religionen und des heiligen, kraftbringenden Feuers umgeben ist.

SD5

Dieser spirituelle und philosophische Aspekt an der Weltfriedensuhr ist enorm wichtig. Wir – die menschliche Familie – brauchen ein Symbol der Hoffnung auf dem schwierigen Weg der vor uns liegt. Und mit dieser Uhr wird, im wahrsten Sinne des Wortes, ein sichtbarer Impuls für eine positive Vision gesetzt, welcher jeden Menschen auf unserer Welt erreichen kann.

Damit sind erstmal die wichtigsten Funktionen der Uhr in aller Kürze erklärt.

Die versprochenen Vorteile der neuen Uhrzeit für eine gerechte Verteilung der Arbeit werfen natürlich eine Menge Fragen auf. Deshalb wird das auch das zentrale Thema für die Machbarkeitsstudie sein. Bis dahin werden alle an uns gerichteten Fragen in der Rubrik … häufige Fragen beantwortet.

Falls ihr dazu Fragen habt, nutzt bitte das Kontaktformular.

Es wird in regelmäßigen Abständen an dieser Seite gearbeitet. Bitte schaut wieder rein und empfehlt uns weiter. DANKE